Bayerncup am Wöhrsee eröffnet die Freiwassersaison
– traumhafte Kulisse und sommerliches Wetter locken viele Schwimmer nach Burghausen

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Am 16.06.2018 luden der Bayerische Schwimmverband und der SV Wacker Burghausen zum Auftakt in die Freiwasser-Saison nach Burghausen ein. Am Fuße der längsten Burg der Welt wurde im Wöhrsee der 23. Internationale Bayerncup ausgetragen. Neben den Einzelwettkämpfen über 2,5 km, 3,8 km, 5 km und 7,5 km stand ein Team-Wettkampf über 1,25 km auf dem Programm. Die kürzeste Einzelstrecke war zugleich als Bayerische Meisterschaft der Masters ausgeschrieben.

Im Vergleich zu den Vorjahren wurde das angebotene Programm um die 7,5 km und den Team-Wettbewerb erweitert. Dieses breite Angebot stieß auf sehr große Resonanz. Aber auch die erstmalig aufgesetzte Kooperation mit den Veranstaltern des arena Alpen Open Water Cups, der aus insgesamt sieben Durchgängen besteht, ist verantwortlich für die höchsten Teilnehmerzahlen beim 1. Durchgang in der 22-jährigen Geschichte des Bayerncups.

Die Freiwasser-Erfahrung und das Organisationsgeschick von Abteilungsleiter Volker Mucks und Cheftrainer Stefan Hetzer sorgten für einen tollen Wettkampfrahmen. Die malerische Kulisse und publikumswirksame Streckenführung in Ufernähe des Wöhrsees und die sommerlichen Temperaturen an Land und im Wasser machten diese Veranstaltung zu einer überaus gelungenen.

Pünktlich um 9 Uhr fiel der Startschuss für den ersten Wettkampf des Tages. Bei 22°C Wassertemperatur gingen 67 Athleten auf die Strecke, um die 3,8km-Distanz in Angriff zu nehmen. Diese Strecke ist nicht nur bei den Triathleten begehrt. Durch die Aufnahme in die Wertung des arena Alpen Water Cups starteten deutlich mehr Teilnehmer als in den Vorjahren. Am schnellsten im Ziel war dabei ein renommierter Becken- und Freiwasserschwimmer: Nicky Lange vom SK Sparta Konstanz ließ in 44:06 Minuten die Konkurrenz deutlich hinter sich. Bei den Damen war Martina Maurischat in 53:32 Minuten die Schnellste. Beide Tagesschnellsten übernahmen damit nicht nur die Cup-Wertung sondern konnten sich auch über die Siegprämie freuen.

Nur wenige Minuten nach den 3,8km-Schwimmern gingen die Athleten über 7,5 km ins Wasser. Nachdem Strecken von mehr als 5 km in Deutschland für Athleten außerhalb der deutschen Spitzenschwimmer immer weniger angeboten werden, nahm der Veranstalter diese Distanz effizient in den Zeitplan auf. Immerhin zehn Starter nahmen das Angebot an. Die schnellsten waren Michael Roth bei den Herren und Jeanette Seitz bei den Damen.

Diese Schwimmer waren noch auf der Strecke als der dritte Start des Tages ins Wasser ging. Über die traditionsreiche 5km-Distanz traten dieses Jahr 15 Schwimmer an. Die Wertungsklasse der Schwimmer unter 40 Jahren gewann bei den Herren Lars Grundheber in Tagesbestzeit von 1:02:32 Stunden, in der Klasse ab 40 Jahre hatte Uwe Bertram in 1:06:23  Stunden die Nase vorn. Bei den Damen erzielte Marie-Therese Bartel die Bestzeit von 1:09:42 Stunden.

Nach der Mittagspause stand der Start über die 2,5km-Strecke auf dem Programm. Mit 37 Bayerncup-Schwimmern und 41 Masters, die den Bayerischen Meistertitel ausschwammen, wartete ein breites Teilnehmerfeld auf den Startschuss um 14 Uhr. Wie schon auf die 5 km hieß der Tagesschnellste auf die halbe Distanz Lars Grundheber in einer Zeit von 30:38 Minuten. Bei den Damen nutzte Lykka Knoll ihren Heimvorteil und holte den Gesamtsieg in einer Zeit von 34:21 Minuten für den SV Wacker Burghausen. Daneben gab es viele bekannte und neue Gesichter auf dem Siegerpodest für die Ehrung der Bayerischen Mastersmeister. So war als älteste Starterin Erika Kejda in der AK70 am Start, die in beeindruckenden 53:24 Minuten ihren Titel verteidigte.

Das Highlight des Tages stellte für viele das abschließende Team-Event dar. Dabei bestand eine Mannschaft aus drei Schwimmern, die im Verfolgungsrennen gegen die Uhr gemeinsam antraten. Im Abstand von 30 Sekunden sprangen die gemischten Teams vom Startsteg in den See. Gestoppt wurde die Zeit beim Zielanschlag des langsamsten Sportlers jeder Mannschaft. In der Wertungsklasse bis zu 12 Jahren gewannen Lykka Knoll, Manuel Kohlschmid und Nico Basten vom SV Wacker Burghausen. Die offene Klasse ging ebenfalls an den ausrichtenden Verein in der Besetzung Dominik Kohlschmid, Marlene von Sommoggy und Marina Hammerl.

Am Ende dieses traumhaften Sommertages sah man viele zufriedene Gesichter, die mit großer Vorfreude auf die kommenden Veranstaltung blicken. Neben den anstehenden Deutschen Freiwassermeisterschaften in Mölln gibt es auch in Bayern für Open-Water Schwimmer in den kommenden Wochen etliche Wettkämpfe zu bestreiten. So steht am 1. Juli bereits die zweite Station des arena Alpen Water Cups am Simssee auf dem Programm. Der zweite Teil des Bayerncups und der Bayerischen Freiwassermeisterschaften findet am 28. Juli im Wörthsee auf dem Gelände des FW München statt. Alle Infos zu beiden Serien sowie detaillierte Ergebnisse und Bilder zum ersten Durchgang finden sich auf den Internetseiten www.freiwassercup.de und www.alpen-open-watercup.com.

Bastian Esefeld