Int. Bayerische Freiwassermeisterschaften der Masters und 22. Int. Bayerncup locken viele Athleten an den Friedenhain-See

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Wie im letzten Jahr fanden auch 2017 die Internationalen Bayerischen
Freiwassermeisterschaften der Masters im Friedenhain-See in Parkstetten
in der Nähe von Straubing statt. Neben diesem Wettbewerb über 2,5 km
wurde auch der Internationale Bayerncup über 2,5 km, 3,75 km und 5,0 km
unter Federführung des Bayerischen Schwimmverbandes ausgetragen.
Die Organisation vor Ort übernahm in diesem Jahr erstmalig die
SG Mallersdorf-Pfaffenberg.

Um 10 Uhr stürzten sich die ersten 25 Teilnehmer auf Startschuss des
Bürgermeisters aus Parkstetten ins Wasser. Bei angenehmen 22°C
umrundeten die Schwimmer den 1,25km Dreieckskurs viermal, um die
5km-Strecke zu bestreiten. Nur fünf Minuten später gingen die Athleten
über 3,75 km an den Start. Ein Großteil dieser Teilnehmer kam aus
dem Triathlon-Bereich. Im Gegensatz zu den strengeren Anzugsregelungen
des DSV war für sie das Tragen eines Neoprenanzuges bis zu einer
Wassertemperatur von 24°C gestattet.

 

Schon nach einer Runde hatte sich eine Dreierspitze im Feld der 5km-Schwimmer
gebildet, die sich geschickt mit der Führungsarbeit abwechselte. Sie bestand aus
Uwe Bertram vom SV Ottobrunn, Rachel Wüthrich von der SG Berner Oberland und
Marcus Joas vom TV Immenstadt. Viele etablierte Freiwasserschwimmer konnten
deren hohes Tempo nicht mitgehen und so triumphierten diese drei Athleten am
Schluss. Dabei konnte mit der Schweizerin Wüthrich in 1:02:47 Stunde erstmalig
eine weibliche Teilnehmerin den Gesamtsieg über 5 km davontragen. Bei den
Herren spielte Bertram seine ganze Routine aus und sicherte sich den ersten
Platz unter den männlichen Teilnehmern nur knapp hinter Wüthrich.

 

In der Gruppe der 3,75 km Schwimmern lag nach drei Runden um
die Insel des Friedenhain-Sees der Lokalmatador Tobias Bremm vom
SV Straubing souverän in Front. Mit 50:30 Minuten siegte er deutlich
vor Andreas Büttner vom TV Passau. Bei den Damen war über diese
Distanz nur eine Teilnehmerin am Start. So durfte sich Petra Haller nach
drei Runden über das Preisgeld in Höhe von 50 Euro als gesamtschnellste
Dame freuen.

Nach einer kurzen Pause kam es um 12:30 Uhr zum zweiten Start des Tages
- nun über 2,5 km. Die Mastersschwimmer für die Bayerischen Meisterschaften
wurden von Bayerncup-Teilnehmern begleitet. Da sich insgesamt fast 80 Athleten
für diese Distanz gemeldet hatten, wurde auch hier in zwei Wellen gestartet.
Drei Minuten nach den Herren gingen die Damen an den Start. Und nach ca.
einer halben Stunde war bereits der Erste wieder am Zielsteg. Wie im letzten
Jahr sicherte sich die Freiwasser-Legende Christof Wandratsch den ersten
Platz in 32:28 Minuten. Bei den Damen lieferten sich mit den beiden
Burghauserinnen Marlene von Sommoggy und Marina Hammerl sowie
Lena Kammermayer von der ausrichtenden SG Mallersdorf-Pfaffenberg
einen Dreikampf um den Bayerncup, der auch in dieser Reihenfolge zu guter
Letzt entschieden wurde. Noch schneller waren einige Masters-Schwimmerinnen:
Nina Hanisch von der DJK Würzburg sicherte sich mit 34:15 Minuten als schnellste
Dame den Bayerischen Meistertitel in der AK 25. Ebenso starke Leistungen wurden
von Gästen aus anderen Landesschwimmverbänden erzielt. So siegten in der AK 35
Martina Nowacki und in der AK 40 Jeanette Seitz aus Württemberg, in der AK 45
kam mit Sandra Hornig die Siegerin von der SG Odenwald. Bei den Herren schnappte
sich Knut Kreitlein vom TV 1906 Bad Neuenahr den Internationalen Bayerischen Meistertitel
in der AK 45, Jürgen Müller-Wolff aus Fulda den Titel der Ak 70 während die restlichen
Alterklassetitel im Bayerischen Landesschwimmverband verblieben.

Schließlich fanden mit lokalpolitischer Unterstützung die Siegerehrungen statt.
Neben Meisterehren wurden die Podiums-plätze der Bayerischen Masters-Meisterschaften
mit Medaillen ausgezeichnet. Für die Starter des Bayerncups winkten neben
Sachpreisen auch Geldprämien.

Am Ende war dies ein gelungener Einstand der SG Mallersdorf-Pfaffenberg als Ausrichter
für Freiwasserveranstaltungen. Ein besonderer Dank gebührt auch der Wasserwacht
Parkstetten für die sicherheitstechnische Begleitung und dem Seebetreiber Christian
Pfeilschifter, der für die Dauer der Wettkämpfe seine Wasserskianlage still legte.
Der Bayerische Schwimmverband freute sich trotz Ferienzeit und zeitgleicher
Deutscher Meisterschaften (offen und Masters) über einen großen Zulauf und die
„ausländischen“ Gäste, von denen einige ihre Form für die anstehenden Deutschen
Freiwassermeisterschaften in Magdeburg testeten.

Der zweite Teil des Bayerncups und der Bayerischen Freiwassermeisterschaften
findet am 29. Juli im Wörthsee auf dem Gelände des FW München statt. Alle Infos
dazu sowie detaillierte Ergebnisse und Bilder zum ersten Durchgang finden sich
auf der Internetseite
www.freiwassercup.de