Schwimmen

Deutschlands schnellstes Schwimmteam - die DMSJ Mannschaft des SC Regensburg

 

DMSJ BundesfinaleDie D-Jugend des SC Regensburg sorgt beim Bundesfinale für Aufsehen. Sie unterbietet den deutschen Rekord um 1,58 Sekunden.

Die Jungs gingen zielstrebig den Weg, begleitet von engagierten Eltern, die die Forderung und Vorgaben der beiden Trainer immer unterstützten. „Nur gemeinsam konnte das Ziel umgesetzt werden“, betont Ludwig.

36 Vereine aus 18 Bundesländern hatten die Qualifikationsnormen für das Bundesfinale in Wuppertal geschafft. Die SC-Schwimmer mussten am Samstag erstmals ran. Die Parole des Trainer-Duos Ludwig/Oehlert war klar: „Kein Risiko beim Staffelwechsel, zumindest nicht auf den ersten drei Strecken“, berichtet Ludwig. Zunächst standen die 4 x 100 m Freistil, 4 x 100 m Brust und 4 x 100 m Rücken an.

Im Freistil-Rennen sorgten die Regensburger für den ersten Paukenschlag. In der Zeit von 4:15,56 Minuten distanzierten sich die zweitplatzierten Essener um elf Sekunden. Im Brustrennen erwies sich der Berliner TSC als stärkster Konkurrent. Der SCR behielt die Oberhand, wenn auch knapp in 5:38,51 Minuten und mit nur 48 Hundertstel Vorsprung. Da allerdings Essen in dem Rennen patzte, vergrößerte sich der Regensburger Gesamt-Vorsprung auf insgesamt 15 Sekunden. Auf Platz zwei der Gesamtwertung schob sich Plauen. Die 4 x 100 m Rücken wurde wieder zu einer klaren Oberpfälzer Angelegenheit. Mit einem Vorsprung von neun Sekunden – diesmal auf Sindelfingen – ging der Sieg an den SCR. Erstes Fazit: Regensburg lag in der Gesamtwertung nach den drei Strecken mit einem beruhigenden Vorsprung von 29 Sekunden auf Platz 2 vorn. 

Das war der Moment, als Claus Ludwig und Heike Oehlert das erste Mal den Blick auf den deutschen Rekord richteten, der vom Berliner TSC gehalten wurde. „Wir rechneten die Möglichkeiten aus und erklärten den Jungs bei der Abendbesprechung, dass eine große Chance besteht, den Rekord zu knacken“, berichtet Ludwig. 3,73 Sekunden schneller als Wochen zuvor im Bayernfinale müssten sie die 4 x 50 m Delphin und 4 x 100 m Lagen absolvieren. Die neue Parole lautete also: mehr Risikobereitschaft beim Staffelwechsel. 

Über 4 x 50 m Delphin erreichte der SCR zwar nur Platz drei. Der Rückstand von 1,5 Sekunden auf Plauen hatte auf das Gesamtergebnis keine besondere Auswirkung, aber von den avisierten 3,73 Sekunden für den Rekord konnte nur eine Sekunde abgezogen werden. 

Entscheidung im letzten Rennen

Die letzte Staffel, die 4 x 100 m Lagen stand nun an. Luis Lengfellner verbesserte seine persönliche Bestzeit über 100 m Rücken um eine Sekunde auf 1:10,06 Minuten. Caspar Wilke legte sich mächtig ins Zeug und verbesserte seine Zeit aus dem Vorkampf um zwei Sekunden. Jan Krause legte zwei Zehntel drauf in 1:11,24 Minuten über 100 m Schmetterling. Alexander Giesbrecht schwamm die 100 m Freistil in 1:05,03 Minuten um fünf Zehntel schneller. Der SCR gewann die Staffel eindrucksvoll in 4:49,85 Minuten mit über neun Sekunden Vorsprung. Und damit war klar: Der deutsche Rekord gehört dem SCR. Die Freude bei Sportlern, Trainern und Eltern war riesig. 

Aus den Kreisen des Bayerischen Schwimmverbands steigerten sich die Mädchen D von Mittelfranken enorm und erreichten am Ende einen sehr erfreulichen dritten Platz.

Der Bayerische Schwimmverband gratuliert seinen Schwimmern und Schwimmerinnen und ganz besonders dem SC Regensburg zu den hervorragenden Leistungen.

Äußerst erfolgreiche Teilnahme zweier Bayerischer Vereine bei den DMS 2020

 

DMS Sieger SV Würzburg 05 3DMS Doppelsieg für den SV Würzburg 05

Anfang Februar begann wieder der Kampf um den Deutschen Mannschaftssieg. Die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften - kurz DMS - ist einer der wenigen Wettkämpfe im Schwimmsport, bei welchem die Individualsportart Schwimmen zum Teamevent wird. Viele Sportler empfinden dies als schöne Abwechselung zu dem sonst so monotonen Einzelkampf.

Wie jedes Jahr treten bei den DMS hochkarätige Schwimmer und Schwimmerinnen an. Neben einigen deutschen Nationalschwimmern wie Nadine Laemmler, Jenny Mensing, Lea Boy, Leonie Antonia Beck, Ruwen Straub, Sören Meißner, Viktor Keller und Marco Koch konnte man auch den ein oder anderen internationalen Schwimmer und Spitzensportler erblicken. Dieses Jahr trat beispielweise die finnische Brustspezialistin Jenna Laukkanen für den SC Wiesbaden an den Start. Für den SV Würzburg 05 startete Olympiateilnehmer und Vize-Europameister Richard Nagy oder auch Thomas Klobucnik, ebenfalls Olympiateilnehmer. Ein weiterer Bayerischer Verein, die SG Stadtwerke München, gingen ohne externe bzw. internationale Hilfe an den Start und war mit Julia Titze, Deutsche Jahrgangs- und Juniorenmeisterin, Benjamin Campbell-James und Andreas März, ebenfalls mehrfacher Deutscher Jahrgangsmeister und vielversprechendes Nachwuchstalent, gut vertreten.

DMS Sieger SV Würzburg 05 1

Als großer Favorit der Veranstaltung galt von vornherein der SV Würzburg 05, welcher drei Jahre in Folge unschlagbar galt und sowohl bei den Damen als auch bei den Herren den Deutschen Mannschaftsmeister-Titel gewann. Dieses Jahr, war der Kampf allerdings um einiges spannender als die Jahre zuvor. Bei den Damen war der SC Wiesbaden äußerst stark und lag nach dem ersten Tag nur 43 Punkte hinter dem SV Würzburg 05. Bei den Herren dagegen, war es nicht ganz so knapp. Hier konnten sich die Würzburger einen kleinen Vorsprung von 382 Punkte verschaffen und hielten somit die Mannschaft der SG Frankfurt, die Zweitplatzierten nach diesem ersten Tag, ein wenig auf Distanz. Die Münchner schlugen sich ebenfalls sehr gut und konnten sich sowohl bei den Damen, als auch bei den Herren nach dem ersten DMS Tag den 8. Platz sichern.

Der zweite Tag war nun der alles entscheidende. Die SG Frankfurt setzte auf ihre besten Schwimmer Marco Koch und Jan-Philip Glania und hofften durch sie, die Seriensiege der Würzburger stoppen zu können. Letztendlich stand die SG Frankfurt der starken Männermannschaft des SV Würzburg 05 in nichts nach und mussten sich am Ende geschlagen geben. Für die Münchner Damen wurde es gegen Ende hin nochmal sehr knapp. Sie lieferten sich seit dem ersten Tag einen harten Kampf mit den Frankfurtern und versuchten alles, um den 8. Platz zu halten. Zum Schluss konnten sich die Frankfurter durchsetzen, wodurch die Damenmannschaft der SG Stadtwerke München mit nur 297 Punkten Rückstand auf dem 9. Platz landete. Die Münchner Herrenmannschft dagegen verteidigte erfolgreich bis zum Schluss ihren 8. Platz.

Am Ende dieses zweiten DMS Wettkampftages standen die klaren Sieger fest. Bei den Herren gewann der SV Würzburg 05 mit insgesamt 25294 Punkten. Zweiter bei den Herren wurde die Mannschaft der Nekarsulmer Sportunion, mit 24499 Punkten - 795 Punkte Rückstand - gefolgt von der SG Frankfurt, mit 24217 Punkten. Bei den Damen siegte ebenfalls die Mannschaft des SV Würzburg 05, mit 25599 Punkten. Auf dem zweiten Platz landete Wiesbaden, mit 24940 Punkten gefolgt vom SV Nikar Heidelberg (24490 Punkte).

DMS Sieger SV Würzburg 05 2Der Bayerische Schwimmverband gratuliert den Nullfünfern zu ihren herausragenden Leistungen bzw. zu ihren insgesamt vierten Doppelsieg in Folge und zum anderen den b eiden Mannchaften der SG Stadtwerke München, welche beide erfolgreich um ihren Klassenerhalt in der 1. Bundesliga gekämpft haben.

Besonders erfreulich noch zu berichten ist, dass es der mittelfränkischen Damenmannschaft (SG Mittelfranken) gelungen ist von der 2. Bundesliga in die 1. Bundesliga aufzusteigen. Herzlichen Glückwunsch Mädels!