Müde Wasserratten spielen besser – zumindest am Sonntag (09.02.2020) galt dieses Motto. Im Bayerischen Pokal setzten sich die Brucker beim SV Passau mit 23:2 (8:1, 4:0, 4:1, 7:0). „Passau spielt eine Liga unter uns. Meiner Mannschaft ist es heute gelungen, diesen Unterschied im Wasser auch tatsächlich herauszuarbeiten“, lobt Wasserratten-Trainer Viktor Sandor nach der Partie. 

Dabei war die Ausgangslage für den deutlichen Favoriten nicht ideal. Die Wasserratten reisten nur mit neun Spielern an die Donau – Trainer Sandor bereits mit eingerechnet. Hoffnung machte allerdings, das von den neun Mitgefahrenen sieben Spieler zu den Stammkräften und Leistungsträgern der Brucker zählen. 

Das Spiel begann dann am Sonntag um 8:00 Uhr. „Eine undankbare Uhrzeit. Deswegen sind wir bereits am Samstagabend angereist, um in der Nacht länger schlafen zu bleiben. Rückblickend muss man sagen: das hat nicht geklappt“, lacht Kapitän Andreas Peters. Denn der Großteil der Mannschaft unterzog das Passauer Nachtleben noch einer spontanen Prüfung. Diagnose: ausbaufähig. 

Entsprechend nervös stand Sandor am Sonntagmorgen am Beckenrand. Doch seine Mannschaft lies ihm keinen Grund zur Kritik. Die Wasserratten agierten von Anpfiff weg sehr konzentriert und ließen dem Gegner letztlich keine Siegchance. „Wir haben Passau sehr aggressiv und früh unter Druck gesetzt. Das hat dazu geführt, dass Abspielfehler passiert sind, die wir dann direkt in Kontertore umgemünzt haben“, erklärt Sandor. 

Nach dem ersten Viertel führten die Gäste bereits mit 8:1, zur Pause sogar mit 12:1. „Die Passauer haben in ihrer Halle nur zweimal wöchentlich eine Stunde Training. Und das auch noch Samstagfrüh um 7:30 Uhr und Sonntagfrüh um 8:30 Uhr. Entsprechend sind die Möglichkeiten, das Spiel zu entwickeln, leider nur eingeschränkt“, sagt Peters. Der Unterschied zeigte sich im Wasser, wo die Brucker in allen Bereichen überlegen waren: Spielerisch, taktisch und schwimmerisch. 

In der zweiten Hälfte spielen die Brucker das Spiel weiter seriös und diszipliniert zu Ende. „Wir haben etwas die Intensität rausgenommen aber insgesamt noch immer das gemacht, was der Trainer auch sehen wollte“, sagt Peters. Und für einige schöne Spielzüge blieb auch Zeit. 

Durch den Sieg sind die Brucker nun als erste Mannschaft in das Halbfinale eingezogen. „Wir wollen den Pott verteidigen, ist doch klar“, formuliert Sandor. Vielleicht bei der nächsten Partie auch mit etwas mehr Schlaf am Vorabend.

(SVFW: Steinbach, Peters (6), Sponfelder (1), J. Sandor (4), Hillmeier (4), Strecker (1), Llobell Buigues (4), Kautz (3), V. Sandor)